Gemeinschaftspraxis

Dr. med. Renate Anna Frank
Hautärztin - Allergologie - Naturheilverfahren
Phlebologie - Umweltmedizin - Akupunktur

Stephanie Sornkhom
Hautärztin - Allergologie - Naturheilverfahren

Marktplatz 1
71634 Ludwigsburg
Tel. 0 71 41 / 92 50 -05 oder -15

 

Akne

Was ist Akne?

Akne ist eine Erkrankung der Talgdrüsen-Haarfollikel-Einheit. Diese Talgdrüsen produzieren ein fettreiches Sekret (Sebum), das verhindert, dass Haut und Haare trocken und spröde werden. Die Störung der Follikel besteht einerseits in einer vermehrten Talgbildung der Talgdrüsen (Seborrhoe) und zum anderen in der Verdickung der Hautauskleidung der Follikel (Hyperkeratose). Beides ist bedingt durch die zunehmende Bildung der männlichen Geschlechtshormone (u.a. Testosteron), die mit der Pubertät beginnt. Männliche Geschlechts-hormone kommen bei Männern und Frauen vor, sodass beide Geschlechter Akne bekommen können.

Akne ist sehr häufig, ca. 80% der Jugendlichen sind davon betroffen, wobei schwere Akneformen mit entzündlichen Knoten und nachfolgender Narbenbildung besonders bei männlichen Jugendlichen vorkommen.

Die Akne beginnt meist um das 12. Lebensjahr herum mit Mitessern, um das 16. Lebensjahr herum überwiegen die entzündlichen Formen mit Papeln und Pusteln bzw. Knoten.

 

Was kann man gegen Akne machen?

Die vier Ursachen der Krankheitsentstehung (Seborrhoe= vermehrte Talgbildung, Hyperkeratose= übermäßige Verhornung, bakterielle Zersetzung des Talges, Entzündung) werden mit entsprechenden Medikamenten, meist in Form von Cremes oder Gel-Präparationen behandelt. Diese Medikamente enthalten in der Regel die Wirkstoffe Tretinoin, Isotretinoin, Adapalen, Azelainsäure und Benzoylperoxid sowie Antibiotika zur äußerlichen Anwendung wie Erythromycin oder Clindamycin. Bei schweren Formen der Akne kommen auch Tabletten, meist ein Abkömmling der Vitamin A-Säure (Isotretinoin) und Antibiotika zum Einsatz. Als unterstützende Maßnahme ist kurzzeitig auch eine Lichtherapie möglich. Auch die sog. Photodynamische Therapie kann bei der Akne eingesetzt werden, da sie die Propioni-Bakterien als Verursacher der Entzündung zerstört.

Weitere unterstützende Maßnahmen sind regelmäßige abschuppende Maßnahmen mit abrasiven Peelings (meist als Waschcreme), die regelmäßige Entfernung der Mitesser (Akne-Kosmetik) und Fruchtsäure-Peelings.

 

Ganz wichtig bei der Behandlung der Akne ist Durchhaltevermögen!
Sichtbare Erfolge zeigen sich in der Regel frühestens nach 2 Monaten konsequenter Therapie, nach 6 Monaten sind etwa 80% der Patienten deutlich gebessert.